Luftschiffe

Es gibt unterschiedliche Luftschifftypen. Am bekanntesten ist derzeit sicher der moderne Zeppelin NT, der 2003 der Luftschiffparade einen Besuch abstattete und seither mehrfach in Bad Homburg Station machten. Der NT ist der "Nachfahre" der alten Zeppeline und mit 75 m das derzeit größte Luftschiff der Welt. Gebaut wird er durch die Deutsche Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen.

Oft am Himmel zu bewundern sind auch die etwa 60 m langen Blimps, die auf dem "Parseval-Konzept" beruhen und v.a. als Werbeträger eingesetzt werden.

Bei der Luftschiffparade sind vor allem die wendigen HL-Luftschiffe zu bewundern. Diese etwa 40-45 m langen und 12 m hohen Luftschiffe können auf dem Gelände des Kronenhofes gut aufgebaut werden und sich anschließend darüber zur Parade formieren. Die HL-Luftschiffe (HL = Heißluft) erzeugen ihren Auftrieb durch Heißluft, genau wie die Heißluftballone. Wie die Ballone können sie nur starten, wenn die Thermik sich gelegt hat, d.h. in den frühen Morgenstunden oder gegen Abend (im Sommer ca. 19.00 Uhr). Im Unterschied zu den Ballonen hat ihre Hülle natürlich die Form eines Luftschiffes. Sie verfügen zudem über eine Gondel anstatt eines Korbs sowie über einen Motor (ca. 70 PS).

Dadurch sind die HL-Luftschiffe auch den Winden nicht so sehr ausgesetzt und können gesteuert werden. Möglich sind - bei stabiler Wetterlage - Flüge mit ca. 20 Knoten (40 km/h). Wie wendig und manövrierfähig die HL-Luftschiffe sind und welche "Kunststücke" damit vorgeführt werden können, dies zeigt der Formationsflug bei der Bad Homburger Luftschiffparade.